Monitor richtig einstellen

Ergonomie am Arbeitsplatz ist wichtig. Nicht nur beim Aufstellen, sondern auch beim Einstellen des Monitors muss man aufpassen.

Displayauflösung:
Grundsätzlich sollte jedes Display mit seiner physischen Auflösung angesteuert werden. Welche das ist, erfahren Sie im Monitorhandbuch oder im zugehörigen Datenblatt auf der Herstellerseite. Prüfen Sie zunächst, welche Auflösung die Grafikkarte aktuell ausgibt. Klicken Sie dazu unter Windows mit einem Rechtsklick in einen freien Bereich auf dem Desktop und wählen Sie im dann erscheinenden Auswahlmenü die „Anzeigeeinstellungen“ aus.
Üblicherweise erkennt Windows anhand der im Monitor hinterlegten Enhanced Display Identification Data (EDID) automatisch die passende Auflösung und markiert sie als „empfohlen“. Sollten im Gerät jedoch falsche oder generische Daten hinterlegt sein, kann das schiefgehen – wir haben das häufiger bei sehr preiswerten Geräten und auch bei TVs beobachtet, die man als großes Videodisplay an den PC anschließt. In solchen Fällen muss man die passende Pixelanzahl in den „Anzeigeeinstellungen“ manuell festlegen.

Icons:
Auf einem mit Icons vollgepackten Desktop verschwinden Icons bei einem großen Zoomfaktor im Nirwana. Diese können Sie manuell zurückholen, indem Sie sie vor der Vergrößerung vom Raster befreien (im Auswahlmenü unter Ansicht) und manuell zusammenschieben. Oder Sie legen sich sämtliche Ordner in einen Link in der Taskleiste (Rechtsklick auf die Taskleiste und dort unter „Symbolleisten“ den „Desktop“ auswählen). Mit einem Klick in die Taskleiste klappen sich anschließend sämtliche Icons und Dateiordner oberhalb des Desktop-Eintrags aus und man hat diese wieder bequem im Zugriff.

Hatten Sie in einer Anwendung bereits einen Zoomfaktor eingestellt (beispielsweise 130 % in Word unter Ansicht/Zoom), bleibt diese Schriftvergrößerung erhalten, addiert sich also zur Skalierung des Windows-Systems. Im Browser können Sie die Darstellung unabhängig vom Zoom mit der Tastenkombination Strg+Plus beziehungsweise Strg+Minus vergrößern und verkleinern. Das ist bei Webseiten mit sehr kleinen Fonts oder eingebundenen Mini-Grafiken hilfreich und geht manchmal schneller, als den Zoomfaktor im System zu ändern. Allerdings vergrößert sich damit wie beim Zoom in Word nur der Inhalt der Seite und nicht die Lesezeichenleiste oder das Menü.

Positionierung:
Bei der Auswahl eines Büromonitors sollten Sie auf matte Oberflächen von Gehäuse und Schirm achten: Diese reflektieren das Umgebungslicht nicht direkt, sondern streuen es und mindern somit mögliche Blendungen. Das Display sollte quer zum Fenster stehen und die Blickrichtung des Nutzers parallel zum Fenster verlaufen. Ist das Fenster im Rücken, fällt das Sonnenlicht von hinten auf den Schirm und es entstehen indirekte Blendungen. Schaut man beim Arbeiten aus dem Fenster, ist der Kontrast zwischen Bildschirminhalt und Umgebung sehr groß – das strengt die Augen zu sehr an.

Ihr Blick sollte leicht von oben auf den Schirm fallen, im besseren Fall können Sie über den Monitor schauen, ohne den Kopf heben zu müssen. Das hat zwei Vorteile: Die Nackenmuskulatur wird durch die leichte Abwärtshaltung geschont, außerdem können Ihre Augenlider dann leicht geschlossen bleiben, wodurch die Augen weniger austrocknen. Bei Gleitsichtbrillenträgern sollte die oberste Bildschirmzeile deutlich unterhalb der Augenhöhe liegen. Ebenfalls wichtig: Stellen Sie das Display nicht zu hell ein. Mehr als 130 cd/m2 sind nur in sehr heller Umgebung nötig, etwa draußen am Notebook. Wer im Büro ständig auf einen sehr hellen Schirm schaut, bekommt abends Kopfschmerzen.

Quelle: heise.de